Am Samstagabend, den 21. März 2026, wurde die Ravensburghalle zum musikalischen Mittelpunkt Sulzfelds. Schon vor Konzertbeginn lag eine erwartungsvolle Spannung in der Luft, als sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher in der festlich geschmückten Halle einfanden. Zwei Orchester, zwei Handschriften – und ein Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie facettenreich Blasmusik sein kann.

Den Auftakt gestaltete die Jugendkapelle „Die Brandstifter“ unter der Leitung von Eileen Pfettscher. Mit ihrem Krimi-Medley aus „Hubert und/ohne Staller“, „Heiter bis tödlich“ und den „Rosenheim Cops“ eröffneten sie den Abend mit Witz, Spannung und musikalischem Augenzwinkern. Es folgten kontrastreiche Werke wie Rats, Bats and Spiders, das geheimnisvolle Klangfarben und rhythmische Präzision verlangte, sowie das melodisch-weite Gill Bay und das energiegeladene Tsaritsino. Die jungen Musikerinnen und Musiker überzeugten durch Ausdrucksstärke, sauberes Zusammenspiel und eine bemerkenswerte Bühnenpräsenz. Das Publikum dankte mit herzlichem Applaus.

Nach einer kurzen Umbaupause übernahm die Feuerwehrkapelle Sulzfeld unter der Leitung von Martin Tagscherer. Mit Into the Storm eröffnete das Orchester kraftvoll und dynamisch, bevor die English Folk Song Suite von Ralph Vaughan Williams mit ihren drei charaktervollen Sätzen traditionelle Melodien in neuem Glanz erstrahlen ließ.

Nach der Pause setzte Departures einen gefühlvollen, fast filmischen Akzent, der viele Zuhörerinnen und Zuhörer sichtbar berührte. Mit dem energiegeladenen Music of Rocky, dem jazzig-virtuosen Spain und dem humorvollen Full of Beans zeigte die Kapelle ihre enorme stilistische Spannweite. Den fulminanten Abschluss bildete Led Zeppelin on Tour, das die Halle

Zum Abschluss des Konzerts wurden mit den Zugaben Egerländer Traum und Don’t stop believin’ ganz besondere Akzente gesetzt. Dirigent Martin Tagscherer widmete diese Stücke dem kürzlich verstorbenen Ehrenkapellmeister Peter Pitz. Pitz hat die Feuerwehrkapelle über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt – er stand für die Pflege der Tradition, war aber auch offen für Neues und hat den Wandel der Kapelle stets aktiv unterstützt. Selbst nach seiner aktiven Zeit blieb er der Kapelle verbunden und brachte sich mit Rat und Tat ein. Der Moment des Gedenkens war von großer Wertschätzung und Dankbarkeit geprägt und wurde von den Musikerinnen, Musikern und Gästen gleichermaßen empfunden.

Der Applaus am Ende war lang, laut und verdient. Beide Kapellen hatten nicht nur musikalisch überzeugt, sondern auch spürbar Freude und Leidenschaft auf die Bühne gebracht. Das Konzert zeigte eindrucksvoll, wie Musik Menschen zusammenführt, Emotionen weckt und den Alltag für einen Moment in den Hintergrund rückt.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Häppchen und Getränken nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch. Gespräche, Lachen und zufriedene Gesichter rundeten einen rundum gelungenen Frühlingsabend ab, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.